Viele Aktivitäten und Veranstaltungen, die die Freunde der Stadtbücherei für 2020 und 2021 geplant haben, können wegen der Corona-Pandemie nicht oder nicht wie vorgesehen stattfinden.

Donnerstag, 23. September 2021, 19.30 Uhr (Einlass 19 h): Frank Droste, "Wenn einer musica zur Freundin hat, so kann er was erzählen"

Die durch Corona bedingte Pause ist zuende: Am Sonnerstag, dem 23. September 2021, 19.30 Uhr, ist Frank Droste einmal mehr als Referent zu Gast. „Wenn einer musica zur Freundin hat, so kann er was erzählen“  ist das Thema des Abends.

Dieser Titel, ein abgewandeltes Zitat von Matthias Claudius, deutet an, was die Erzählung erwarten lässt: ein Kaleidoskop seiner musikalischen Erlebnisse zuhause und in aller Welt. Vielfältig und abwechslungsreich sind die Geschichten, die er mit der Musik im Elternhaus in Hagen, beim Studium in Berlin, in den Berufsjahren in Lüdenscheid und weit über die heimatlichen Grenzen bis in die großen Städte der Welt erlebt hat.

Musikstücke, die er speziell für diese Vorführung mit Schnitt, Blende und Veränderung der Dynamik bearbeitet hat, vervollständigen die Erzählung. Es sind schöne, ergreifende, spannende, hinreißende Stücke, maximal knapp zwei Minuten lang, vorgetragen von einer Vielzahl unterschiedlicher Instrumente von der kleinen Trommel über E-Gitarren bis zum vollen Orchester. Vokalstücke sind auch dabei, z.B. das altgriechische Seikilos-Lied, oder Bandsongs und Chorpassagen aus Opern und Oratorien. Zitate aus Literatur, Libretti und Zeitungen bereichern die Aussagen. Bilder ergänzen die Erzählung. Es geht zeitweise „hoch her“, auch in die Tiefe.

Musikgeschichte und Musikwissenschaft bleiben außen vor. Wie Frank Droste die Musik erlebt hat und erlebt, ist das Thema, und dabei ist Humor übrigens ein ganz entscheidender Mitspieler. Alle Musikliebhaber sind herzlich eingeladen.

Wie alle Veranstaltungen in dieser Zeit müssen die Bestimmungen der Corona-Schutzverordnung eingehalten werden, auch die Zahl der Plätze im Saal der Bücherei ist reduziert. Das bedeutet: Es ist unbedingt eine Anmeldung nötig per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter 02351-171500, da ein Sitzplan vorbereitet werden muss. Es gelten weitere  Auflagen: 3G, d.h. eine Teilnahme ist nur möglich für Geimpfte, Genesene und für Getestete. Außerdem herrscht Maskenpflicht. Ein weiterer Hinweis: Da durchgängig gelüftet werden muss, ist bei kühlerem Wetter wärmere Kleidung zu empfehlen.

Inpiriert_durch_Corona_Eine_Textsammlung.pdf 

Schreiben In Zeiten von Corona - Ein Projekt der Freunde der Stadtbücherei Lüdenscheid

"Inspiriert durch Corona" - Download der Textsammlung hier: Textsammlung

Im Februar schlug eine Lüdenscheiderin Bürgermeister Sebastian Wagemeyer einen Schreibwettbewerb zu den Erfahrungen mit der Corona-Pandemie vor. Der gab die Anregung an Dagmar Plümer, Leiterin der Stadtbücherei, weiter – und sie meinte wiederum, das sei doch ein gutes Projekt für den Förderverein „Freunde der Stadtbücherei Lüdenscheid“. Diese riefen gerne dazu auf, Texte einzusenden, hatten doch alle anderen Veranstaltungen ab­gesagt werden müssen.

Seit einem Jahr leben die Menschen auch in Lüdenscheid unter den durch die Pandemie be­dingten Einschränkungen – davon viele Monate in einem meist strengen Lockdown. Für die Menschen bedeutet das: Zusammenleben mit anderen Familienmitgliedern auf engem Raum, im Homeoffice, vielleicht gleichzeitig mit Homeschooling der Kinder. Für andere: Wegfall von Terminen, Kontakten, Entschleunigung, vielleicht Leere und Einsamkeit.

Weiter heißt es in dem Aufruf: „Vielleicht haben einige auch neue Kreativität an sich ent­deckt, ihre Erfahrungen, ihre Gefühle und Ängste, ihr Verhältnis zu anderen in Worte zu fas­sen und niederzuschreiben – oder sie haben all das bereits in Texten verarbeitet.“

„Schreiben in Zeiten von Corona“ war der Arbeitstitel des Projekts. Ganz bewusst wurde da­rauf verzichtet, einen Wettbewerb zu veranstalten. Die Arbeitsgruppe, die das Projekt be­gleitete, war sich auch schnell einig, anders als ursprünglich geplant keine Auswahl aus den eingereichten Texten vorzu­nehmen. Denn alle Texte dokumentieren auf eine ganz eigene Art die außergewöhnlichen Erfahrungen des letzten Jahres, für die die Autorinnen und Autoren mit ihrem Namen ste­hen. Zwei Texte werden unter einem Pseudonym veröffentlicht, die Verfasser sind der Ar­beitsgruppe aber bekannt. – Allen Einsendern gebührt ein großes Dankeschön!

 

Beeindruckend ist die Vielzahl unterschiedlicher Textsorten – vom Gedicht über kurze Er­zählungen, Satiren, Tagebucheinträge bis hin zu (negativen) Utopien. Und ebenso beeindru­ckend ist, wie die Menschen die Erfahrungen des letzten Jahres verarbeiten.

Bis auf formale Dinge – einheitliche Rechtschreibung und Zeichensetzung – und offensichtli­che Tippfehler sind die Texte deshalb auch nicht redigiert worden. Die Arbeitsgruppe hat sich darauf konzentriert, die Texte, alphabetisch nach den Namen der Autorinnen und Auto­ren sortiert, in angemessener Form online zu veröffentlichen. Mitglieder der Arbeitsgruppe waren: Anne Altrogge, Bernd Sondermann und Rolf Scholten von den „Freunden“, Bettina Görlitzer, Marion Görnig und Doris Petermeier, die sich bereit erklärt hatten, ebenfalls mit­zuarbeiten. Alle haben Erfahrungen im Umgang mit Texten. Dagmar Plümer, Leiterin der Stadtbücherei und zugleich Geschäftsführerin der „Freunde“, war bei den Besprechungen beratend dabei.

Bürgermeister Sebastian Wagemeyer hat dankenswerterweise die Schirmherrschaft über das Schreibprojekt übernommen.

Zusammengestellt von den Freunden der Stadtbücherei Lüdenscheid - Die einzelnen Beiträge werden von den Autorinnen und Autoren verantwortet. - Die Autorinnen und Autoren haben ihre Zustimmung gegeben, ihre Texte im Rahmen dieses Projek­tes zu veröffentlichen. Die Rechte an den Texten bleiben davon abgesehen bei ihnen. Deshalb ist diese Textsammlung einschließlich aller ihrer Teile urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung au­ßerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustim­mung der Freunde der Stadt­bücherei bzw. der jeweiligen Autorinnen und Autoren unzulässig. - Gestaltung der Titelseite: Bernd Sondermann (unter Verwendung von pxhere). - Layout: Rolf Scholten